Viele deutsche Haushalte zahlen zu hohe Stromkosten und könnten kräftig sparen. Ihre Gründe den
Stromanbieter oder Tarif nicht zu wechseln sind vielfältig. Manche Verbraucher sind aufgrund der
enormen Anzahl von Anbietern und Verträgen verwirrt. Unsicherheiten bestehen auch bei der
Kündigung des alten Vertrags. Erfahren Sie, ob sich ein Wechsel des Stromanbieters für Sie lohnt
und was es zu beachten gibt.

Darum geben die Verbraucher zu viel Geld für Strom aus

Deutschlandweit gibt es über 1000 Stromanbieter, von denen fast jeder wiederum mehrere Stromtarife
anbietet. Dabei reicht die Auswahl von Strompaketen, bei denen der Verbraucher schon von vornherein
eine gewisse Menge an Kilowattstunden Strom kauft, bis hin zu Tarifen, die auf die Anzahl der im
Haushalt lebenden Personen zugeschnitten sind. Der Kunde muss also schon vor Vertragsabschluss
seinen eigenen Verbrauch einschätzen und überlegen, welches Angebot für ihn das beste ist. Für
viele Verbraucher ein unverständliches Durcheinander, sie bleiben lieber beim alten Vertrag, oder
gar beim Grundversorger. Beziehen Sie Ihr neues Heim, ist dieses oft schon an das Stromnetz
angeschlossen, ohne dass Sie sich überhaupt um einen Stromtarif gekümmert haben. Sie zahlen jedoch
trotzdem, und zwar an den ortsansässigen Grundversorger. Ganz ohne Tarif, dafür jedoch oft zum
überhöhten Preis. Von Vergleichsmaschinen im Internet macht längst noch nicht jeder Verbraucher
Gebrauch. Dabei schaffen diese mühelos Ordnung im Anbieterchaos und sortieren je nach Ihren Bedarf
die passenden Angebote für Sie heraus. Wechseln Kunden den Tarif, vergessen viele dabei, dass die
meisten Verträge mit den enthaltenen Preisen nur für ein Jahr geltend sind. Wer seinen Vertrag
nicht im Blick hat, dem entgeht meistens, dass der anfangs günstige Tarif nach einem Jahr
plötzlich deutlich teurer wird.

Gute Gründe für den Wechsel

Viele Verbraucher entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für den Umstieg auf einen anderen
Stromanbieter. Das könnte ein geplanter Umzug sein, in dessen Rahmen es sich immer lohnt, den alten
Tarif zu prüfen. Da Sie ohnehin Zählernummern und Ablesewerte der neuen und alten Anschrift
zusammen tragen, kommt ein Wechsel sehr gelegen. Vielleicht haben Sie auch beobachtet, dass Sie bei
Ihren bisherigen Anbieter über die letzten Jahren stetig mehr Geld für den bezogenen Strom
zahlten, oder Sie sind mit dem Service nicht zufrieden. Schlechte Kundenbetreuung durch den
Stromanbieter und undurchsichtige Abrechnungsverfahren ärgern viele Verbraucher.
Vergleichsmaschinen zeigen Ihnen daher nicht nur die günstigsten Angebote, sondern bewerten
darüber hinaus oft auch den Service und die Vertragsabwicklung der Anbieter. Die Gefahr mit dem
Wechsel einen schlechten Deal zu machen ist damit sehr gering. Oft enthalten die neuen Verträge
auch Neukunden- oder Treueboni. Diese Sonderzahlungen erhalten Sie entweder kurz nach
Vertragsabschluss oder nach einer gewissen Vertragslaufzeit. Mit diesen Angeboten gewinnen die
Anbieter neue Kunden. Ein Bonus kann sich für Sie lohnen, wenn trotz diesem die monatliche Rate
günstiger ist, als bei Ihren bisherigen Stromanbieter. Vielleicht bewegen Sie moralische Bedenken
zum Wechsel des Stromversorgers und Sie interessieren sich für einen Ökostromtarif. Bei der
Entscheidung zwischen einen konventionellen Stromversorger oder einem Ökostromanbieter sollten Sie
wichtige Kriterien beachten.

Ökostromanbieter oder konventionelle Stromanbieter

Stromanbieter sind nicht immer Stromerzeuger. Oft sind sie Stromlieferanten, die den Strom der
Stromerzeuger aufkaufen und an den Kunden weiter verkaufen. Die Energiekonzerne E.ON, RWE,
Vattenfall und EnBW beliefern zusammen ca. 80 % des deutschen Strommarktes. Zu den bekanntesten
Ökostromanbietern zählen Lichtblick, die Naturstrom AG und Greenpeace Energy. Im Gegensatz vieler
anderer Ökostromanbieter, sind sie unabhängig von den konventionellen Energiekonzernen.
Konventionell erzeugter Strom stammt aus fossilen Energiequellen wie Kohle, Erdöl und Gas. Auch
Atomstrom, gewonnen aus Kernenergie, zählt als solcher. Immer mehr Verbraucher steigen auf
umweltfreundlicheren Ökostrom um. Dieser taucht auch unter den Namen Naturstrom oder Grünstrom
auf. Die Bezeichnung Ökostrom ist nicht selten irreführend, denn der Begriff ist nicht geschützt
und kann so von jedem Stromanbieter verwendet werden, solange dessen Strom mindestens zur Hälfte
aus erneuerbarer Energie gewonnen wurde. Ob der Stromanbieter tatsächlich die Stromgewinnung aus
regenerierbaren Ressourcen unterstützt, können Sie nur durch weitere Recherche in Erfahrung
bringen, oder Sie vertrauen auf die Zertifizierung. Das Erzeugniszertifikat und das
Ökostromproduktezertifikat bekommen Stromanbieter die über die Anforderungen des Ökostroms hinaus
weitere Kriterien erfüllen. Auch wenn Sie einen Ökostromtarif haben, beziehen Sie den gleichen
Strom wie Ihr Nachbar, der Kunde eines konventionellen Stromanbieters ist. Sie können jedoch
entscheiden, welche Art der Stromgewinnung Sie mit Ihrer Zahlung unterstützen. Gute
Ökostromanbieter finanzieren mit den Einnahmen den Ausbau erneuerbarer Energien. Der von ihnen ins
Stromnetz eingespeiste Strom wird zum Großteil mit Hilfe von Solaranlagen sowie Wind- und
Wasserkraftwerken gewonnen.

Stromanbieter wechseln – So gelingt es

Haben Sie sich entschlossen den Stromanbieter zu wechseln, sollten Sie die Kündigungsfrist Ihres
aktuellen Vertrags bedenken. Beziehen Sie den Strom vom Grundanbieter und haben noch keinen Vertrag
abgeschlossen, dann können den Anbieter meist sofort wechseln. In diesem Fall haben Sie keine oder
eine kurze Kündigungsfrist bis zu zwei Wochen. Haben Sie bereits einen Vertrag abgeschlossen,
variiert die Kündigungsfrist nach Anbieter und ist den Unterlagen zu entnehmen. Sie können
jederzeit von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, wenn Ihr derzeitiger Anbieter den Preis
erhöht. Bei einem Wechsel des Stromversorgers müssen Sie die Kündigung bei dem alten Anbieter
nicht selbst einreichen, denn das übernimmt Ihr neuer Stromanbieter für Sie. Sowohl dem alten als
auch dem neuen Anbieter müssen Sie dem zum Zeitpunkt des Wechsels aktuellen Zählerstand des
Stromzählers schriftlich mitteilen. Sie erhalten darauf hin von Ihrem alten Anbieter eine
abschließende Rechnung und eine Kündigungsbestätigung.

Sind Sie mit dem Service Ihres aktuellen Stromanbieters zufrieden und möchten bei diesem gerne
weiterhin Kunde bleiben, gibt es dennoch Wege wie Sie ohne Anbieterwechsel sparen. Bei vielen
Anbietern wählt der Kunde zwischen mehreren Tarifen. Ein Tarifwechsel beim aktuellen Stromanbieter
ist unkompliziert. Erkundigen Sie sich, ob eines der Angebote besser auf Ihren Bedarf zugeschnitten
ist. Es kann sich lohnen, vor dem Einreichen einer Kündigung den aktuellen Anbieter zu
kontaktieren. Dieser kann Sie beraten und Ihnen eventuell eine Alternativlösung aufzeigen.
Fazit: Der Aufwand eines Stromanbieterwechsels ist gering und lohnt sich. Egal ob Sie sich für
einen konventionellen Stromanbieter entscheiden oder auf Ökostrom umsteigen möchten,
Vergleichsmaschinen im Internet helfen Ihnen bei der richtigen Auswahl. Möchten Sie Kunde bei Ihrem
aktuellen Anbieter bleiben, sollten Sie dennoch prüfen, ob ein Tarifwechsel für Sie in Frage
kommt.

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